Dämmen für scharfe Rechner

Dämmen für scharfe Rechner
Ob im Neubau oder bei einer Modernisierung: Die macht sich sowohl für die Haushaltskasse als auch für die Umwelt bezahlt.
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Ob im Neubau oder bei einer Modernisierung: Die Wärmedämmung macht sich sowohl für die Haushaltskasse als auch für die Umwelt bezahlt.
Foto: djd/FPX Fachvereinigung
Die energetische Sanierung gründlich planen und Fördermöglichkeiten nutzen

(djd/pt). Was bringt Dämmen wirklich? Eine Frage, die viele Eigentümer von Altbauten beschäftigt. Klar ist: Jeder Liter Öl und jede Kilowattstunde Gas, die durch eine Sanierung eingespart werden kann, schont die Umwelt und entlastet zugleich die private Geldbörse. Wie groß tatsächlich der Einspareffekt ist, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab: vom Alter und der vorhandenen Bausubstanz ebenso wie von der sorgfältigen Planung und Ausführung der . Bevor sich Hausbesitzer für die erstbeste Maßnahme entscheiden, sollten sie sich gründlich durch einen zertifizierten Energieberater informieren lassen“, sagt Diplom-Ingenieurin Isolde Elkan, Geschäftsführerin der Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff (FPX).

Fahrplan zur Sanierung

Das Ziel sollte demnach stets ein individueller Sanierungsfahrplan sein, der die Maßnahmen mit der größten Wirkung bündelt und zugleich mit ohnehin geplanten Modernisierungen koppelt. Denn verschiedene Arbeiten – beispielsweise den Dachausbau und die – miteinander zu verbinden, reduziert den Aufwand und damit die Kosten. Bei gekoppelten Baumaßnahmen, das haben etwa Studien der Deutschen Energie-Agentur (dena) und des Instituts für Umwelt und Wohnen (IWU) gezeigt, amortisieren sich die Sanierungskosten in einem Zeitraum von vier und 15 Jahren. Aufgrund der hohen Energieeinsparungen, die möglich seien, sollte die Dämmung stets Vorrang vor anderen Maßnahmen wie etwa einer Heizungsmodernisierung haben.

Deutliche Einspareffekte

Schon wenige Zahlen machen die Einspareffekte deutlich: So vergeudet ein ungedämmter Dachboden bis zu zwölf Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter. Nur durch eine Dämmung lässt sich dieser Verlust auf zwei Liter reduzieren. „Wichtig für den Erfolg ist eine fachgerechte Ausführung und die Auswahl des richtigen Dämmmaterials für den jeweiligen Zweck“, betont Isolde Elkan. So sei beispielsweise XPS besonders für die Dach- und Kellerdämmung geeignet sowie dazu, kostspielige Wärmebrücken zu vermeiden.

Durchblick im Förderdschungel

Mit einer gründlichen Planung und dem individuellen Sanierungsfahrplan sind nachhaltige Einsparungen möglich: So kann ein gar nicht so seltener Energieverbrauch im Altbau von 28 bis 30 Litern Heizöl pro Jahr und Quadratmeter auf drei bis sieben Liter sinken – das entspricht dann Niedrigenergiehaus-Niveau. „Wer so umfassend saniert, kann verschiedene Fördertöpfe und zinsgünstige Darlehen in Anspruch nehmen“, rät Isolde Elkan. Einen schnellen Überblick über alle Möglichkeiten gebe beispielsweise der Fördermittelrechner auf www.xps-waermedaemmung.de. Mit wenigen Angaben erhalten Hausbesitzer hier eine individuelle Auswertung. Was die Details und die Antragstellung betrifft, leisten Energieberater vor Ort Unterstützung.

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